„Ride your own wave“

Ich war 18 Jahre und endlich war das Abitur geschafft. Jetzt stehen Dir alle Türen offen – haben sie gesagt. Das kam mir aber ganz anders vor. Ich wollte doch nur Mode machen. Mit 19 habe ich meine Taschen gepackt und habe von da an so ungefähr jeden Job gemacht, unter anderem auch Tellerwäscher, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ich bin heute sehr dankbar, diese ganzen Erfahrungen gemacht zu haben, da ich wirklich weiß, was es bedeutet, sich selbst zu finanzieren.

Obwohl ich als Kind viele Wettbewerbe gewonnen hatte, hatte es mein Kunstlehrer in der Oberstufe geschafft, mir einzureden, ich könnte nicht besonders gut zeichnen. Die Noten waren aussagekräftig und ich hatte meine Bewertung bekommen. Ich versuchte also gar nicht erst eine Modemappe zu entwerfen. Ich wollte mich ja nicht lächerlich machen… ich wollte mir die Blamage ersparen, neben all den begabten Mädchen zu sitzen. Meinen Traum konnte ich aber noch nicht aufgeben. Ich habe gesucht und gesucht nach Modeschulen in meinem Umfeld. Für ein junges Mädchen, welches nicht einer reichen Akademiker Familie entstammte, unbezahlbar. 

Mach doch etwas Richtiges. Eine Ausbildung. Wieso willst du ewig studieren? Du musst doch langsam mal Geld verdienen. 

Also suchte ich mein Glück bei einer großen Modekette. Heute weiß ich auch genau, warum ich es dort nicht gefunden habe. Es geht nicht mehr um Mode. Nicht um den Menschen. Nicht um die Stoffe. Nicht um die Herkunft des Kleidungsstücks. Aber um Geld. Den fünfzigsten Polyester Pullover im Schrank, der in China produziert wurde? Scheint ja niemanden zu interessieren. Wir haben ja schließlich alle eines nicht mehr. Und das ist: Zeit. Also bietet es sich an, diesen Pullover mitzunehmen und keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Muss man sich doch heutzutage, um genug andere Dinge sorgen.

Was, du möchtest deine Ausbildung abbrechen? Aber sowas macht man doch nicht. Wieso hältst du nicht länger durch? Oder dieser berühmte Satz: Das kommt aber nicht besonders gut in deinem Lebenslauf.

Wer interessierte sich denn eigentlich für meinen Lebenslauf,  wenn nicht Ich? Unsicherheit jagt den meisten nun mal eine große Angst ein. Die Gesellschaft hat andere Vorstellungen, von einem zufriedenen Leben. Aber was willst Du?

2 abgebrochene Lehren und etliche Nebenjobs später, habe ich mein BWL Studium abgeschlossen und während meiner Bachelorarbeit angefangen mich mit meinem Traum und der Modemarke zu befassen. Ich arbeitete an meinem Markenkonzept, meiner Philosophie, den Werten, den Farbwelten und dem Logo oft nächtelang und hatte große Hilfe von vielen tollen Menschen.

Jetzt zurückblickend stelle ich fest, dass sicher alles seinen Sinn hatte und so kommen musste. Ich musste bereit sein für meine Marke. Ich musste wissen, was es heißt zu arbeiten und ich musste wissen, dass es nur ein Ziel für mich gibt und ich dieses mit aller Kraft verfolgen musste. 

Bali öffnete mir die Augen. Ich spürte ein großes Verlangen nach Unabhängigkeit und Freiheit in mir. Ich wollte Mode und Natur zusammen bringen. Jedes Mal, wenn ich auf das Meer blickte, konnte ich es fühlen. Loslassen. Träume leben. Sich treiben lassen. Meine eigene Welle reiten. Ich musste diesen Schritt endlich wagen. 

Und auch wenn ich meiner Familie oft eine Scheißangst einjage, weil sie fürchten, dass ich ohne Job dastehen könnte, ohne Einkommen, ohne Partner, dann ist doch eines sicher: 

Ich war selten zufriedener mit meiner Entscheidung. 

Heute: Alle unsere Kleidungsstücke werden hier in Deutschland in Handarbeit gefertigt. Die Stoffe wähle ich alle selbst aus. Hier bin ich super kritisch, da ich besonderen Wert darauf lege, dass alle unsere Stoffe weich und verträglich auf der Haut sind. Außerdem sollen sie nicht nur ökologisch angebaut und gewaschen/gefärbt sein, sondern auch fair. Es geht mir auch um die Menschen hinter dem Kleidungsstück. Das Kleidungsstück soll durch und durch gute Vibes versprühen. 

Ich möchte meinen Teil zu einer besseren Welt beitragen und Menschen glücklich machen. Unsere Kollektionen sind bewusst klein gehalten, da ich denke man braucht nicht mehr um gut auszusehen. Mode und Minimalismus funktionieren. Ich hoffe immer wieder mit neuen Farben und Schnitten überraschen zu können. Wir nutzen alle unsere Stoffreste für Haarbänder oder andere tolle Accessoires, um so nachhaltig wie möglich zu handeln. 

Jeder kennt ja dieses Lieblingsteil, das es eigentlich nie in den Kleiderschrank schafft, sondern nur bis auf die Wäscheleine. Miryam Kleidungsstücke sind für Frauen, die sich selbst etwas gönnen möchten. Dafür, dass sie jeden Tag das Leben neu in Angriff nehmen. Wohlfühl – Teile, die man morgens in die Arbeit und abends zum Date trägt. Ändere dein Make – Up, deine Schuhe, deine Tasche – dein Miryam Kleidungsstück bleibt. Und das Wichtigste: Fühl Dich wohl und zeig der Welt, dass Du dein Leben so lebst, wie Du es möchtest!

ENGLISH:

I was 18 years old and finally graduated from high school. Now all doors are open to you – they said. But that was completely different. I just wanted to do fashion. I have been spiritually educated and have always been aware that life has meaning and you should do what you really like. Until then it was a very long way. At the age of 19, I packed my bags and from then on I did just about every job, including dishwashers, to make a living. Today I am very grateful to have had all these experiences, because I really know what it means to finance yourself. Although I had won many competitions as a child, my high school art teacher had convinced me that I could not draw very well. The grades were meaningful and I got my rating. So I did not even try to design a fashion cap. I did not mean to make a fool of myself … I wanted to spare myself the embarrassment of sitting next to all the gifted girls. I could not give up my dream yet. I searched and searched for fashion schools in my area. For a young girl who does not come from a rich academic family, not possible. Do something right. An education. Why do you want to study forever? You have to earn some money.
So I sought my luck with a big fashion chain. Today I know exactly why I did not find it there. It’s not about fashion anymore. Not for the people. Not to the substances. Not the origin of the garment. But for money. The fiftieth polyester sweater in the cabinet that was produced in China? No one seems to care. After all, we do not all have one anymore. And that is: time. So it’s a good idea to take this pullover with you and not to waste any more time thinking about it. Do you have to worry about enough other things these days? What, you want to cancel your education? But you do not do that. Why do not you hold on any longer? or this famous sentence: But that does not come very well in your CV. Who was actually interested in my CV, if not me? It is their kind of imagination, of a life of felt security. Society wants it that way. But what do you want?

2 broken lessons and a lot of part time jobs later, I completed my business studies and started to work on my dream and the fashion brand during my bachelor thesis. I worked on my brand concept, my philosophy, the values, the color worlds and the logo often for nights and had great help from many great people. Looking back now, I realize that surely everything had its meaning and had to come like that. I had to be ready for my brand. I needed to know what it means to work and I needed to know that there was only one goal for me and that I had to pursue it with all my might. Bali opened my eyes.
Bali opened my eyes. I felt a great desire for independence and freedom in me. I wanted to bring fashion and nature together. Every time I looked at the sea, I could feel it. Let go. Dreams live. Let yourself drift. Riding my own wave. I finally had to take that step. And even if I often frighten my family because they fear that I could stand without a job, without income, without a partner, then one thing is for sure: I was rarely happy with my decision. Today: All our garments are handcrafted here in Germany. I choose the fabrics myself. Here I am super critical, as I attach particular importance to the fact that all our fabrics are soft and well tolerated on the skin. In addition, they should not only be grown organically and washed / dyed, but also fair. I am also concerned with the people behind the garment. The garment should spray good vibes through and through. I want to do my part in a better world and make people happy. Our collections are deliberately kept small because I think you do not need to look good anymore. Fashion and minimalism work. I always hope to be able to surprise with new colors and cuts. We use all our fabric remnants for hair bands or other great accessories to act as sustainable as possible.

Everyone knows this favorite part, that it never really creates in the closet, but only up to the clothesline. For women who want to treat themselves, Miryam garments are designed to make a difference every day. Feel-good – parts that you wear in the morning at work and in the evening for a date. Change your make-up, your shoes, your bag – your Miryam garment remains. And most important: Feel good and show the world that you live your life the way you want it!



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